Die Umsetzung von Conversion-Tracking angesichts des Third-Party-Cookie-Verbots in Google Chrome erfordert einen strategischen Ansatz, der auf First-Party-Daten, serverseitigem Tracking und einem robusten Tag-Management basiert. Nachfolgend findest du eine detaillierte Implementierungsanleitung mit Empfehlungen. Sie ist auf die Kunden von Ingenious Technologies zugeschnitten, eignet sich jedoch grundsätzlich für jeden Online-Shop oder jede E-Commerce-Aktivität, die Conversion-Tracking betreibt:
Schritt 1: Eine First-Party-Tracking-Domain verwenden
Implementierung:
Richte eine Tracking-Domain ein, die als First-Party-Domain deiner Website gilt. Dazu konfigurierst du die DNS-Einstellungen, um eine Subdomain (z. B. track.deinewebsite.com) speziell für Tracking-Zwecke zu erstellen.
Zweck:
Diese Domain speichert First-Party-Cookies im Namen deiner Website und erhält so die Tracking-Funktionalität, ohne auf Third-Party-Cookies angewiesen zu sein.
Schritt 2: Serverseitiges Conversion-Tracking
Implementierung:
Entwickle einen Mechanismus, um Conversion-Daten von deinem Server an die Tracking-Plattform oder das Netzwerk zu übermitteln. Dazu werden Conversion-Events auf deinem Server erfasst (z. B. per Webhook oder API-Call), sobald ein Nutzer eine Conversion-Aktion abschließt.
Tools und Integrationen:
Verwende APIs oder Webhooks (Callbacks).
Schritt 3: Attributionsinformationen serverseitig übermitteln
Implementierung:
Übermittle zusammen mit den Conversion-Events möglichst viele Attributionsinformationen an deine Tracking-Plattform. Dazu gehören die Click-ID, der transaktionsspezifische Cookie-Wert (TSC), die Customer-ID, die Session-ID sowie weitere relevante Identifikatoren.
Zweck:
Diese Daten erhöhen die Genauigkeit des Attributionsmodells, indem sie es ermöglichen, Conversions bestimmten Marketingmaßnahmen oder Nutzerinteraktionen zuzuordnen.
Schritt 4: On-Page-Tags implementieren (Browser-seitig)
Implementierung:
Integriere First-Party-Tags direkt auf deiner Website, um Nutzerinteraktionen zu erfassen und an deine Tracking-Plattform zu übermitteln.
Details:
On-Page-Tags sollten Ereignisse wie Seitenaufrufe und eingehenden Traffic (Klicks) erfassen und diese Informationen – sofern vorhanden – zusammen mit der Session-ID oder Customer-ID weiterleiten.
Schritt 5: Session-IDs und Customer-IDs nutzen
Implementierung:
Verwende, wo immer möglich, Session-IDs (für anonyme Nutzer) und Customer-IDs (für identifizierte Nutzer) in deinem Tracking-Setup. Speichere diese Identifikatoren in First-Party-Cookies, die von deiner Tracking-Domain gesetzt werden, oder übermittle sie serverseitig.
Anwendung:
Nutze diese IDs, um Nutzerverhalten und Conversion-Events sitzungsübergreifend zu verknüpfen. So erhöhst du die Kontinuität und Genauigkeit des Trackings – ganz ohne Third-Party-Cookies.
Schritt 6: sGTM-Implementierung auf einer First-Party-Domain
Implementierung:
Für Kunden, die den Google Tag Manager nutzen, sollte sichergestellt werden, dass dieser serverseitig auf einer First-Party-Domain (sGTM) gehostet wird, um die Instabilität von Third-Party-GTM-Implementierungen zu vermeiden.
Vorteil:
Dieses Setup ist stabiler und zuverlässiger für Tracking-Zwecke, da es den Prinzipien von First-Party-Daten entspricht und mit geringerer Wahrscheinlichkeit von Browsern blockiert oder eingeschränkt wird.
Wichtige Hinweise
Datenschutz-Compliance:
Stelle sicher, dass alle Tracking-Implementierungen den geltenden Datenschutzvorschriften wie der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO/GDPR) und dem California Consumer Privacy Act (CCPA) entsprechen. Dazu gehört insbesondere das Einholen einer Nutzereinwilligung, wo erforderlich, sowie transparente Informationen zur Datenerhebung.
Datensicherheit:
Setze auf sichere Datenübertragung (z. B. via HTTPS) und schütze personenbezogene Daten vor unbefugtem Zugriff.
Durch die Umsetzung dieser Schritte können Kunden von Ingenious Technologies – ebenso wie andere E-Commerce-Unternehmen – Conversion-Tracking auch ohne Third-Party-Cookies effektiv realisieren. Der Fokus liegt dabei auf First-Party-Daten, serverseitigen Mechanismen und datenschutzkonformen Tagging-Praktiken, um weiterhin präzise und aussagekräftige Erkenntnisse über Nutzer-Conversions zu gewinnen.











